Das politische System Tschechiens
Die Tschechische Republik (Tschechisch amtlich: Česká republika,
Kurzform: Česko, kurz Tschechien, liegt in Mitteleuropa
und grenzt an Deutschland (810 km) im Westen und Norden, Polen (762 km) im Norden,
die Slowakei
(252 km) im Osten und Österreich (466 km) im Süden. Tschechien ist Mitglied der NATO und seit dem 1. Mai
2004 Mitglied der Europäischen Union.
Das politische System der heutigen Tschechischen Republik ist nach dem
Vorbild der parlamentarischen Demokratie der Tschechoslowakei der
Zwischenkriegszeit von 1918 - 1938 aufgebaut. Dieser Staat, der nach dem Ersten
Weltkrieg aus der Habsburger Monarchie hervorgegangen war, wurde schon nach
zwanzig Jahren seiner Existenz mit dem Münchener Abkommen und endgültig mit der
Besetzung durch das nationalsozialistische Deutschland zerstört. Auf die
Neukonstituierung des Staates nach dem Zweiten Weltkrieg folgte 1948 die
Machtübernahme durch die Kommunistische Partei, deren Herrschaft - nur durch
die Reformversuche des Prager Frühling 1968 kurzzeitig aufgeweicht - bis 1989
andauern sollte. Die neue, demokratische Tschechoslowakei trennte sich mit
Wirksamkeit zum 1. Januar 1993 friedlich in zwei Staaten, die Tschechische und
die Slowakische Republik.
Das Parlament setzt sich aus zwei Kammern zusammen, dem
Abgeordnetenhaus und dem Senat, bestehend aus 200 bzw. 81 Abgeordneten. Die
Parlamentarier der ersten Kammer werden für vier Jahre auf Grundlage des
Verhältniswahlrechts gewählt. Die 81 Senatoren werden in Einpersonenwahlkreisen
durch das Mehrheitswahlrecht alle zwei Jahre zu je einem Drittel gewählt, wobei
bisher immer eine äußerst geringe Wahlbeteiligung (20%) zu verzeichnen war.
Der Präsident der Tschechischen Republik
wurde bisher durch beide Parlamentskammern auf 5 Jahre gewählt und soll in
Zukunft durch das Volk direkt gewählt werden. Der amtierende Präsident lautet Václav
Klaus und der Ministerpräsident ist Stanislav Gross.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Tschechien
Von: Sebastian Preissner